Die Abgabe der Jahresarbeit rückt näher und es mehren sich die Anfragen, die mich bitten, ganz konkret die vorliegenden Bilder zu beurteilen.
Das tue ich auch, einiges davon kannst Du aber auch selbst.
Natürlich ist es auch subjektiv, was von verschiedenen Menschen als "gute Bildgestaltung" empfunden wird. Aber es gibt auch objektive Kriterien, so zu Beispiel:
Klarheit und Einfachheit in Bezug auf Anordnung, Form und Farbe.
Kontrast, d.h. gute Differenzierung in Hinsicht auf Farbe, Tonwerte und räumliche Elemente.
Formen von klarem Schnitt, interessant und mutig.
Umrisslinien, die typisch für das Objekt sind, kräftig oder ungewöhnlich, klare Silhouetten.
Grafischer Aufbau, d.h. künstlerisch wirksame Anordnung in Bezug auf Linien, Formen und Verteilung von hellen und dunklen Bildelementen.
Tiefe, suggeriert durch Fluchtlinien, Objekte, die in verschiedenen Ebenen liegen, oder Luftperspektive.
Struktur, die die Oberfläche des Objektes charakterisiert und belebt.
Einzelheiten, die sinnvoll und klar sind.
Spontaneität und Bewegung, die auf Tätigkeit und Leben hindeuten.
und -last but not least-
Muster, Rhythmus und Wiederholung interessanter, verwandter Formen.
Natürlich passen nie alle Kriterien. Aber es hilft, dieses Liste abzufragen.
Frage Dich bitte -nachdem Du über diese 10 Punkte anhand Deiner Bilder nachgedacht hast-
Sind die Bilder für einen wildfremden Betrachter interessant, ist meine Aussage verständlich?
Am sichersten erfährt man dies über einen Blindtest: nimm Deine Bilder und zeige Sie jemandem, auf dessen ehrliches Urteil Du vertraust, sage nichts dazu (vielleicht nicht einmal, dass die Bilder von Dir sind)
Lass Dir beschreiben, was derjenige sieht und denkt.
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